„KLÄRUNG IST EIN GUTER DIALOG ÜBER SCHLECHTES.“

(Dr. Christoph Thomann)

Die Mediations-Ausbildung
„Klärungshilfe nach Thomann und Schulz von Thun“ (MKH) …

… wird organisiert und durchgeführt von der KiO GbR in Kooperation mit dem Schulz von Thun-Institut für Kommunikation.
www.schulz-von-thun.de

… richtet sich an selbständige (externe) Berater:innen und Coaches sowie an Menschen aus Unternehmen und Organisationen, die als interne oder externe Klärungshelfer:innen tätig sind oder werden wollen.

… ist einzigartig durch ihre zeitgemäßen Themen, die innovativen Lernformen und die hohe Praxisnähe.

… wird geleitet von Catarina Barrios, Alexandra Bielecke und Wibke Stegemann.

… erfüllt die Richtlinien der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung – ZMediatAusbV).

Mediation nach der Methode der Klärungshilfe in 8 Modulen lernen

Mediations-Ausbildung in Kooperation mit dem

Schulz von Thun Institut für Kommunikation

Beginn pandemiebedingt im Februar 2022
Ort: Visselhövede
Termine 2022/2023 hier, weitere Termine folgen
Teilnehmerzahl: max. 16 Personen
Kosten: 9.900,- EUR zzgl. gesetzlicher MwSt.
sowie zzgl. Übernachtung und Verpflegung am Tagungsort

Was ist die „Klärungshilfe nach Thomann und Schulz von Thun“ (MKH)?

Der einzige Weg hinaus führt hindurch – mit der Klärungshilfe Konflikte klären

Sobald Menschen miteinander ‚schaffen‘, machen sie einander auch zu schaffen. Ob es sich dabei um Probleme zwischen einzelnen Personen im beruflichen oder privaten Bereich, Spannungen innerhalb von Teams oder in und zwischen Organisation handelt: Konflikte sind normal. Sie entstehen aufgrund von Missverständnissen, Unterschieden in der Wahrnehmung und Bewertung einer Situation oder ungleichen Erwartungen im täglichen Miteinander.

Unterstützung bietet die Klärungshilfe – eine besondere und hochwirksame Form der Mediation zur Bearbeitung und Lösung von Konflikten in schwierigen zwischenmenschlichen Konfliktsituationen. In einem moderierten Gespräch werden die Konfliktthemen geklärt, in dem sich die Beteiligten über ihre unterschiedlichen Hintergründe austauschen.

Die Klärungshilfe eignet sich für die Klärung von Konflikten zwischen zwei Personen sowie innerhalb von Gruppen, Teams und Arbeitsorganisationen und sogar zwischen größeren Gruppen.

Vergangenheit verstehen – Gegenwart klären – Zukunft planen

Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei die im Hintergrund wirkenden oft als schwierig erlebten Gefühle und Verletzungen ein. Ziel einer Klärungshilfe ist es, Klarheit auf der sachlichen und der emotionalen Ebene zu erreichen. Gelingt es, die gegenseitigen Vorwürfe zu klären und die als unangenehm erlebten Erfahrungen miteinander zu besprechen, wird die Beziehung dauerhaft entlastet. Arbeitsfähigkeit und Kreativität kehren zurück - dadurch entspannt sich auch die sachliche Ebene.

Ehrlicher Kontakt kommt vor der Lösungssuche

Konflikte werden begleitet von unangenehmen Gefühlen; selten werden sie mit Freude ausgetragen. Diese Spannungen stehen oft einer sachlichen Klärung im Wege. Ob Konflikte aufrechterhalten oder aufgelöst werden, hängt entscheidend von der Umgangsweise der Beteiligten in der konfliktbehafteten Situation ab.

Dort, wo es zum gegenseitigen Verständnis und zur Verbesserung des Arbeitsklimas hilfreich ist, geht die Klärungshilfe mehr als andere Mediationsmethoden auf unterschiedliche Hintergründe der Konfliktparteien, auf konfliktverschärfende Beziehungsdynamiken sowie damit verbundene schwierige Emotionen ein.

Die Vorgehensweise und das Menschenbild der Klärungshilfe basieren auf den Konzepten und Modellen der humanistischen und der systemischen Psychologie. Klärungshelfer:innen unterstützen mit ihrer professionellen Moderation dabei, die Sachebene von der Beziehungsebene zu trennen, die Bedürfnisse und Interessen der Beteiligten herauszuarbeiten, Dynamiken zwischen den Beteiligten zu entwirren und alte Verletzungen auf annehmbare Weise herauszuarbeiten. Negative Gefühle verbinden, wenn sie akzeptiert und vertieft werden.

Durch die intensive Bearbeitung der Konfliktthemen werden die Beteiligten in die Lage versetzt, ihre jeweiligen Handlungsweisen besser einzuordnen und sie zu verstehen. Statt Recht einzufordern oder eine:n Schuldige:n zu finden, geht es vielmehr darum, eine gemeinsame Wahrheit, ein gemeinsames Verständnis von der Situation und den Geschehnissen sowie den individuellen Gedanken und Gefühlen zu entwickeln. Es findet eine echte Begegnung zwischen den Konfliktbeteiligten statt.

Das vertiefte Verständnis füreinander und für die Konfliktdynamik zwischen den Beteiligten eröffnet oftmals nachhaltigere Ausstiegsmöglichkeiten und Handlungsalternativen für ein zukünftig besseres Miteinander.

Die Methode „Klärungshilfe“

Geschichte und Entwicklung der Methode Klärungshilfe

Die Klärungshilfe wurde von Dr. Christoph Thomann im Jahr 1978 aufgrund seiner Erkenntnisse und Erfahrungen in der Paarberatung begründet. Zusammen mit Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun beforschte er im Jahr 1988 im Rahmen seiner Dissertation die Methode systematisch und entwickelte sie dabei weiter.

Mit der Veröffentlichung des Buches „Klärungshilfe – Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Gesprächen“ wurden das Konzept und das Vorgehen in der Klärungshilfe erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Genau zehn Jahre später (1998) differenzierte Dr. Christoph Thomann das praktische Vorgehen für die Vermittlung in Zweipersonenkonflikten und für die Moderation von Teamkonflikten in einem zweiten Band weiter aus. Schritt für Schritt und Phase für Phase werden darin die einzelnen Interventionen sowie das zugehörige Menschenbild in der „Klärungshilfe II – Konflikte im Beruf“ handlungspraktisch erläutert. Beide Bücher bilden noch heute die Basisliteratur für unsere Auszubildenden.

Das Konzept der Veranstalterin – Klärungshilfe direkt vom Original / aus erster Hand

In den vergangenen 30 Jahren entwickelten die drei Ausbilderinnen Catarina Barrios, Alexandra Bielecke und Wibke Stegemann die oben beschriebene Methode der Klärungshilfe stetig weiter.

Eingeflossen sind ihre jeweiligen praktischen Erfahrungen aus verschiedenen Arbeitsgebieten wie z. B. Mediation in und zwischen Unternehmen und Non-Profit-Organisationen, Mehr-Parteien-Mediation in Kommunen, Konfliktbearbeitung in agilen Teams, Mediation von Privatkonflikten, Konfliktbearbeitung innerhalb politischer Institutionen, Bearbeitung interkultureller Konflikte, Friedensmediation.

Gekoppelt mit neuesten Erkenntnissen aus der Wissenschaft haben die drei Ausbilderinnen die ursprüngliche Klärungshilfe angereichert um ein eigenes Methodenrepertoire, welches permanent aktualisiert wird. Des Weiteren wurden wichtige Impulse aufgrund mediationspolitischer und gesellschaftlicher Veränderungen aufgenommen und in die Ausbildung integriert.

Die Ausbildung

Die Ausbildung: zeitgemäß – innovativ – praxisnah

Die Mediationsausbildung „Klärungshilfe nach Thomann und Schulz von Thun“ (MKH) vermittelt professionelle Handlungskompetenzen in Mediation und Konfliktmanagement in Organisationen des Wirtschafts- und Sozialbereiches. Sie orientiert sich an den Herausforderungen aktueller Arbeits- und Zusammenarbeitsformen und bietet passende Vorgehensweisen und Ideen für einen konstruktiven Umgang mit Konflikten auch für agile Teams und Organisationen.

Das Curriculum richtet sich sowohl an selbständige (externe) Berater:innen und Coaches als auch an Menschen aus Unternehmen und Organisationen, die als interne oder externe Klärungshelfer:innen die Konfliktkultur ihrer Organisation verändern und professionalisieren möchten.

Klärungshilfe lernt man am besten durch Tun!

Die Fähigkeit, sich als Mediator:in innerlich und äußerlich auf andere Menschen einzustellen, mit klaren Worten den richtigen Ton zu treffen sowie konstruktiv zwischen verschiedenen Sichtweisen zu vermitteln, lässt sich erlernen. Neben der Vermittlung entsprechender konfliktheoretischer und kommunikationspsychologischer Modelle und Methoden ist hierfür vor allem die praktische Übung und Reflexion von großer Bedeutung.

In einer geschlossenen Ausbildungsgruppe von maximal 16 Personen setzen wir auf Qualität und Intensität. Die methodische und didaktische Konzeption unserer Ausbildung ermöglicht Lernprozesse, die zugleich Spaß machen. In insgesamt acht Modulen lernen Sie das Verfahren der Mediation mit seinen Potentialen und Kompetenzen für die Vermittlung in Konflikten kennen.

Neben dem klassischen Handwerkszeug für die Vermittlung in konflikthaften Situationen lernen Sie unsere Modelle (wie z.B. das Kommunikationsquadrat, Inneres Team, Werte- und Entwicklungsquadrat, Teufelskreis, Situationsmodell und Riemann-Thomann-Modell) für die sinnvoll und zielführend einzusetzen.

Der hohe Praxisanteil, intensive Supervisionsphasen sowie Selbstreflexion sorgen für einen Lern- und Reifeprozess als Klärungshelfer:in, bei dem Sie mit Kopf, Herz und Hand lernen.

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